Aus den Arbeitskreisen (KW 40/23)

vom 03.10.2023

Als wichtiges Netzwerkelement agieren innerhalb der ASEW mehr als zwei Dutzend thematische Arbeitskreise. Diese befassen sich regelmäßig auch mit Themen, die das gesamte Netzwerk betreffen.

Diesmal im Fokus: der Arbeitskreis Photovoltaik.

Ein Thema der Diskussionen waren Angebote zur PV-Pacht für Privatkund:innen. Hier ist die Nullsteuerthematik für Stadtwerke weiterhin aktuell, weil sich für Pachtmodelle ein gewisses Restrisiko ergibt. Viele Stadtwerke meiden deshalb eher dieses Risiko. Eine Möglichkeit, dieses zu umgehen, sind Pachtmodelle zum regulären Umsatzsteuersatz von 19 Prozent, die als „Premium-Rundum-Sorglos“-Produkt vermarktet werden. Insgesamt verzeichnen nahezu alle Stadtwerke einen deutlichen Rückgang im B2C-Markt. Gründe liegen unter anderem im hohen Wettbewerb (enpal, EKD, 1komma5grad etc.), preisgünstigen Wechselrichtern und PV-Anlagen von Solarteuren sowie einem hohen Endpreis im Pachtmodell.

Zum Komplex Mini-PV gab es ebenfalls angeregte Diskussionen. Das Affiliate-Produkt ist für viele Stadtwerke das ideale Modell, um Anfragen zu begegnen und ohne großen Aufwand zumindest eine geringe Marge zu erzielen. Durch Einkauf beim Großhändler und Auslieferung durch diesen oder Abholung im Stadtwerk können auch etwas höhere Margen erreicht werden.

Im Bereich PV für Kommunen zeigt sich, dass hier häufig die Direktvermarktung durch die Kommunen gefordert wird. Dabei sind Stadtwerke allerdings auf die Unterstützung von großen Direktvermarktern angewiesen (etwa Südweststrom, Interconnector oder Next-Kraftwerke). Für kleine PV-Anlagen lohnt sich die Direktvermarktung allerdings auch aufgrund der Dienstleistungsentgelte der Direktvermarkter nicht.

Bei Fragen zu den behandelten Themen oder dem Arbeitskreis wenden Sie sich gerne an Sascha Manikowski.