Gasversorgung: Keine Sparappelle von der BNetzA

vom 12.01.2024

Aktuell scheint der Winter, der Ende 2023 nicht so recht zum Zug kam, auch in Deutschland einzuziehen. Parallel zu den sinkenden Temperaturen zieht natürlich auch der Erdgasverbrauch an. Doch sieht die Bundesnetzagentur keine Veranlassung, die Verbraucher zum Sparen aufzurufen. Denn der Gasverbrauch in Deutschland zeige sich in der Mitte der Heizperiode entspannt.

BNetzA-Präsident Klaus Müller zufolge führten die wieder steigende Mehrwertsteuer auf Erdgas und der höheren CO2-Preis hier zu wichtigen Impulsen, da es teurer werde, eine Gasheizung zu nutzen. 

Auch die Lage bei den Gasspeichern zeige sich entspannt. „Wir haben die Hälfte des Winters hinter uns, und wir sind sehr optimistisch.“ Zwar verbrauche man 6 Prozent mehr Gas als im vorherigen Winter. Deutschland verbrauche aber immer noch gut 16 Prozent weniger Gas als vor der Krise. Auch seien die Gasspeicher mit über 90 Prozent sehr gut gefüllt. 

Zugleich gebe es aber Restrisiken. So seien die Explosionen an den Pipelines Nord Stream 1 und 2 noch nicht aufgeklärt, der Generalbundesanwalt ermittele zudem wegen Schäden an einer Flüssiggas-Pipeline. 

Das deutsche Effizienzziel gerät mehr und mehr außer Reichweite.