Energiewende: Erneuerbare ab 2025 wichtigste Stromquelle

vom 24.01.2024

Erneuerbare Energien dürfte bereits im kommenden Jahr Kohle als weltweit wichtigsten Energieträger zur Stromproduktion ablösen. Mehr als ein Drittel der weltweiten Stromproduktion wird dann wohl etwa aus Wasser, Wind, Sonne und Biomasse erzeugt. Das geht zumindest aus dem Jahresbericht der Internationalen Energieagentur (IEA) hervor. 2026 bereits werde der regenerative Anteil an der weltweiten Stromproduktion auf 37 Prozent steigen.

Unter Einbeziehung der Atomkraft kann der IEA zufolge 2026 fast die Hälfte des Stroms CO₂-arm produziert werden. Auch deshalb werde Atomkraft bereits kommendes Jahr ein Allzeithoch erreichen. Grund dafür sind die steigende AKW-Leistung in Frankreich, die Reaktivierung japanischer Atomkraftwerke sowie die Inbetriebnahme neuer Reaktoren unter anderem in China, Indien und Korea

Laut dem IEA-Chef Fatih Birol verursache der Stromsektor „derzeit mehr CO₂-Emissionen als jeder andere Bereich der Weltwirtschaft“. Es sei daher ermutigend, „dass das rasche Wachstum der erneuerbaren Energien und der stetige Ausbau der Kernenergie zusammen auf dem besten Weg sind, den gesamten Anstieg der weltweiten Stromnachfrage in den nächsten drei Jahren zu decken.“

Der wachsende Strombedarf weltweit wird vor allem von den Entwicklungs- und Schwellenländern getrieben. Dort hat Kohle noch eine deutlich größere Bedeutung als in den Industriestaaten. Dennoch sieht die IEA weltweit eine allmähliche strukturelle Abkehr von dem höchst CO₂-intensiven fossilen Brennstoff. Sie geht davon aus, dass die Stromerzeugung aus Kohle bis 2026 um durchschnittlich 1,7 Prozent pro Jahr zurückgehen wird.

Netzengpässe behindern in immer größeren Umfang die Einspeisung erneuerbarer Energien.