Als wichtiges Netzwerkelement agieren innerhalb der ASEW mehr als zwei Dutzend thematische Arbeitskreise. Diese befassen sich regelmäßig auch mit Themen, die das gesamte Netzwerk betreffen.
Diesmal im Fokus: der Arbeitskreis Geschäftskundenvertrieb.
Die ASEW hat in Abstimmung mit einigen Teilnehmer:innen einen PPA-Entscheidungsbaum erstellt und vorgestellt. Mit diesem können Geschäftskunden und/oder Vertriebsmitarbeiter:innen in die Lage versetzt werden, das passende Angebot/die passende (PPA)-Dienstleistung zu finden. Da es sich bei PPA um ein erklärungsbedürftiges Produkt handelt, wurde die zur Verfügungstellung des Entscheidungsbaums sehr begrüßt. Die ASEW wird den Entscheidungsbaum weiter ausarbeiten und freut sich auf ein Feedback aus dem Arbeitskreis.
Aktuell ist die Nachfrage nach PPA leicht zurückgegangen, da die Strompreise wieder gesunken sind. Es beschäftigen sich insbesondere größere Unternehmen und Kommunen mit PPA. Einige Stadtwerke arbeiten aktiv an entsprechenden PPA-Leistungen (u.a. Bilanzkreismodell).
Energiemanagement/Steuerung: Es wird vereinzelt eine Lastverschiebung mit Kunden durchgeführt, um den Verbrauch in günstige Zeiten zu verlegen (z.B. Pumpen, Bergbahnen). Dadurch ergibt sich teilweise ein (im Durchschnitt) geringerer Strompreis von einigen Cent/kWh. Beim Großteil der Kunden ist eine Lastverschiebung jedoch nicht möglich: Aktuell sind einige Pilotprojekte bei Stadtwerken in der Umsetzung. Die Ergebnisse sollen in weiteren Sitzungen vorgestellt werden.
PV in Kombination mit Mieterstrom für die Wohnungswirtschaft und Ladesäulen/Ladeparks werden von Geschäftskunden gut nachgefragt. Ladesäulen werden teilweise in großem Stil ausgebaut.
Auch der Ausbau der (Fern)wärme ist bei einigen Stadtwerken aktuell ein großes Thema.
PwC wurde als „Prüfbehörde“ für die Überwachung der Umsetzung der Preisbremsen beauftragt. Obwohl die Stadtwerk bereits Selbsterklärungen in das Preisbremsenportal hochgeladen haben, müssen die Selbsterklärungen ein weiteres Mal übermittelt werden. Das stieß auf Unverständnis bei vielen Stadtwerken.
Die Jahresendabrechnung erfolgt inkl. Endabrechnung der Preisbremsen für das Jahr 2023. Einige Unternehmen können in ihrem aktuellen Abrechnungssystem keine 13. Monatsrechnung erstellen. Teilweise ist daher unklar, wie die Endabrechnung für die Preisbremse genau umgesetzt wird. Einige Stadtwerke haben die Preisbremse mit der Dezemberabrechnung abgerechnet, andere können eine 13. Monatsrechnung erstellen. Einige Stadtwerke haben ein eigenes Team, das sich mit dem Thema beschäftigt.
Bei Fragen zu den behandelten Themen oder dem Arbeitskreis wenden Sie sich gerne an Christian Esseling.