Die Bundesregierung stellt knapp 3,5 Milliarden Euro für den Import von grünem Wasserstoff bereit. Das Geld soll zwischen 2027 und 2036 fließen und stammt aus dem Klima- und Transformationsfonds (KTF). Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck zufolge solle das sicherstellen, dass Deutschland „ab Ende dieses Jahrzehnts erhebliche Mengen an Wasserstoff für unsere Industrie und zur Energieversorgung importieren“ könne.
Der Wasserstoff soll dabei helfen, Industrieprozesse klimafreundlicher zu machen. Laut dem Bundeswirtschaftsministerium muss Deutschland im nächsten Jahrzehnt zunächst einen Bedarf von jährlich 95 bis 130 Terawattstunden decken. Und der Bedarf wird absehbar weiter steigen. Mehr als die Hälfte dieses Bedarfs muss importiert werden.
Konkret stellt sich das BMWK vor, dass eine internationale Auktion zum Einkauf von grünem Wasserstoff ausgerichtet werden soll. Das günstigste Angebot erhalte dabei den Zuschlag für einen langfristigen Vertrag. „In einer zweiten Auktion werden die so beschafften Wasserstoffmengen an Abnehmer in der EU zu einem wettbewerbsfähigen Preis versteigert.“ Die aus dem KTF bereitgestellten Mittel würden die Differenz zwischen den angebotenen und den nachgefragten Preisen ausgleichen.