Wasserstoff: Marktabfrage für Speicherbedarf gestartet

vom 02.04.2024

Die Initiative Energien Speichern (Ines) hat eine Marktabfrage für den künftigen Wasserstoffspeicherbedarf gestartet. Sie soll über zwei Monate laufen. Die Abfrage richte sich an Unternehmen aus dem In- oder Ausland, die beabsichtigen, in Deutschland Wasserstoff zu speichern.

Es sei nicht zwingend erforderlich, den eigenen Wasserstoffspeicherbedarf bereits genau zu kennen. Die Marktabfrage (Market Assessment for Hydrogen Storage, MAHS) stelle auch mittelbare Wege bereit, den Speicherbedarf mitzuteilen.

Ines-Geschäftsführer Sebastian Heinermann zufolge trage die Marktabfrage „erheblich dazu bei, bestehende Unsicherheiten aufzulösen und schafft so eine wichtige Entscheidungsgrundlage für Politik und Wirtschaft, um die Entwicklung notwendiger Wasserstoffspeicher in Deutschland voranzutreiben“. Im nächsten Schritt brauche es einen Marktrahmen, der mehr Investitionssicherheit für Speicherbetreiber bringe.

Mit der Marktabfrage will Ines aber auch eine gebündelte, bundesweite Datengrundlage für Speicherbetreiber schaffen, die künftig gemäß EU-Binnenmarktverordnung einer neuen Pflicht nachkommen müssen. Denn der darin enthaltene Artikel 8 („Market assessment for renewable gas and low-carbon gas by LNG and storage system operators“) schreibt vor, mindestens alle zwei Jahre eine Marktbewertung für Investitionen in Speicher für erneuerbare und kohlenstoffarme Gase, inklusive Wasserstoff, durchzuführen.

Die Ergebnisse müssen sie den jeweiligen Regulierungsbehörden vorlegen. Deshalb unterschützt die Bundesnetzagentur die nun von Ines gestartete Abfrage ausdrücklich.

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