Energiewende: 2023 war stärkeres EE-Jahr als erwartet

vom 04.04.2024

Deutschland hat 2023 sowohl weniger Energie verbraucht als auch die erneuerbaren Energien stärker ausgebaut als in bisherigen Prognosen erwartet. Das geht aus dem offiziellen Jahresbericht 2023 der AG Energiebilanzen hervor. Diese korrigiert damit ihre vorläufige Einschätzung vom Dezember. 

Demnach lag der deutsche Energieverbrauch 2023 bei 10.735 Petajoule (2.981 Terawattstunden). Haushalte, Unternehmen und öffentliche Hand haben damit 8,1 Prozent weniger Energie verbraucht als im Vorjahr. Die AG Energiebilanzen ordnet das Ergebnis ein: Der Energieverbrauch habe damit einen historischen Tiefststand erreicht.

Gründe für diese Entwicklung seien vor allem das anhaltend hohe Energiepreisniveau und die schwache wirtschaftliche Entwicklung. Zwar seien die Einfuhrpreise für die wichtigsten Importenergien im Jahresverlauf gesunken, doch sie hätten weiterhin deutlich über dem Niveau von 2021 gelegen. Das sei für Haushalte und Unternehmen ein starker Anreiz für Investitionen in Energieeffizienz und alternative Energieformen gewesen. Parallel habe es aber auch einen Rückgang bei energieintensiven Produktionen gegeben. Auch die Witterung habe einen gewissen Einfluss gehabt. Witterungsbereinigt hätte sich der Energieverbrauch 2023 nur um 7,4 Prozent vermindert. 

Der Beitrag der erneuerbaren Energien erhöhte sich insgesamt um 3,1 Prozent auf 2.107 Petajoule (585 Terawattstunden). Die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien wuchs um 7 Prozent auf 272 Terawattstunden. Wichtigster Treiber des Zuwachses war die Windenergie. Sie legte um 18,6 Prozent zu. Die Produktion aus Solarenergie stieg „nur leicht“, bei der Biomasse-Stromerzeugung war sogar ein Rückgang um 2 Prozent zu verzeichnen. 

Hier geht es zum vollständigen Bericht: https://ag-energiebilanzen.de/wp-content/uploads/2024/04/AGEB_Jahresbericht2023_20240403_dt.pdf 

Die unabhängigen Experten haben ihr Energiewende-Monitoring beendet.