Redispatch: Mehr Eingriffe, geringere Kosten

vom 11.04.2024

Das deutsche Stromnetz kann nicht immer sämtlichen verfügbaren bzw. theoretisch produzierbaren Strom aus erneuerbaren Energien aufnehmen. Diese Netz-Engpässe sorgten im letzten Jahr für Kosten von knapp 3,1 Milliarden Euro.

Zwar wurden 2023 mehr Windräder abgeregelt als 2022, aber die Redispatch-Kosten sind laut Bundesnetzagentur dennoch zurückgegangen: von etwa 4,2 Milliarden Euro auf knapp 3,1 Milliarden Euro.

Insgesamt gingen 2023 gut 19 Terawattstunden Strom aufgrund von Netzengpässen verloren. Das entspricht etwa vier Prozent der gesamten Stromerzeugung Deutschlands. Davon waren vor allem Windparks auf See und auf dem Land betroffen. 

Dass die Kosten für den Redispatch dennoch zurückgegangen sind, liegt an der Entspannung auf den Energiemärkten. So waren fossile Brennstoffe nicht mehr so teuer wie im Krisenjahr 2022. Auch die Großhandelspreise für Strom sind von gut 230 auf etwa 92 Euro je Megawattstunde zurückgegangen.