Energiewende benötigt noch sehr viel Geld

vom 01.05.2024

Die Energiewende hat in den vergangenen Jahren den Anteil erneuerbarer Energien am Strommix deutlich angeschoben. Doch dafür war auch viel Kapital nötig. Das könnte indes erst der Anfang gewesen sein: Bis 2035 werden mehr als 1,2 Billionen Euro an Investitionen nötig.

Zu diesem Ergebnis kommen die Beratungsgesellschaft Ernst & Young (EY) und der Bundesverband der deutschen Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) in ihrem Fortschrittsmonitor 2024.

Danach sind bis 2030 über 720 Milliarden Euro an Investitionssumme für Energieerzeugung, die Stromnetze, die Wasserstoffwirtschaft, Wärme und Verkehr nötig, wolle man die für 2030 gesteckten Energiewende-Ziele erreichen. Bis 2035 seien weitere gut 490 Milliarden Euro nötig. Der Grund: Aktuell gebe es eine deutliche Lücke, denn vergangenes Jahr seien nur 27,5 der potenziell erforderlichen 44,8 Milliarden Euro an Wertschöpfung realisiert worden. 

Allein für den Ausbau der erneuerbaren Energien seien 353 Milliarden Euro nötig, 281 Milliarden Euro würden für den Ausbau der Energienetze benötigt, vergleichsweise bescheidene 32 Milliarden Euro für das Fernwärmenetz, 23 Milliarden Euro für die Erzeugung grüner Gase, 17 Milliarden Euro für Speicher und 15 Milliarden Euro für das Wasserstoff-Kernnetz. 

Laut dem Leiter des Bereiches Green Transformation und Mining & Metals in der Region Europe West bei EY, Metin Fidan, könnten die nötigen Milliardeninvestitionen „in erheblichem Umfang Wachstum und regionale Wertschöpfung generieren“. Es habe in den letzten Jahren Forschritte gegeben, doch EY und der BDEW sehen weiterhin einen hohen Handlungsdruck, um die Ziele bis 2030 zu erreichen.