Unternehmen beklagen zunehmende Stromausfälle

vom 12.05.2024

Viele Firmen in Deutschland klagen über Probleme durch kurzfristige Stromausfälle. Das geht zumindest aus einer Umfrage der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) bei knapp tausend Unternehmen hervor.

Demnach mussten 42 Prozent der Firmen im vergangenen Jahr mit Stromausfällen unter einer Dauer von drei Minuten zurechtkommen, 28 Prozent auch mit länger dauernden Ausfällen.

Nach DIHK-Einschätzung zeige die Umfrage, „dass Stromausfälle in Deutschland häufig vorkommen“. Es häuften sich aktuell insbesondere die Klagen aus der Industrie. Denn diese reagiere etwa wegen der Störung durchlaufender Produktionsprozesse besonders sensibel.

Für ein Drittel der befragten Unternehmen (32 Prozent) verursachten die Stromausfälle zusätzliche Kosten von bis zu 10.000 Euro. Für 15 Prozent der Befragten beliefen sich die Kosten sogar auf bis zu 100.000 Euro. Ein kleiner weiterer Anteil (zwei Prozent) bezifferte die Folgekosten auf über 100.000 Euro.

In der Hälfte der Unternehmen entstanden durch die Stromausfälle allerdings keine zusätzlichen Kosten. Dies liege auch an bereits eingerichteten Absicherungen. Laut Umfrage richteten als Reaktion auf Stromschwankungen im vergangenen Jahr nochmals sieben Prozent der Betriebe Notstromaggregate ein und elf Prozent Energiespeicher.

Bei den Ursachen für Stromausfälle nannten die meisten Umfrageteilnehmer Kabelschäden und Bauarbeiten (13 Prozent), fast ebenso viele sahen aber auch die Netzbetreiber als Verantwortliche (11 Prozent). Acht Prozent konnten die Ausfälle auf Gewitter und drei Prozent auf Netzschwankungen zurückführen.

Die BNetzA hat den NEST-Prozess abgeschlossen.