Netzausbau: Union will zu Freileitungen zurück

vom 24.05.2024

Die Unionsfraktion im Bundestag setzt sich dafür ein, künftig wieder Freileitungen beim Ausbau des Stromübertragungsnetzes einzusetzen. Sowohl die CDU, als auch ihr bayerischer Fraktionspartner CSU, wollen dafür die 2015 von der Großen Koalition beschlossene und vor allem von Bayern und der CSU geforderte Vorrangregelung für Erdkabel abschaffen.

Dem Vernehmen nach arbeitet die Unionsfraktion bereits an einem entsprechenden Antrag. Der Grund dafür liegt in den höheren Kosten für Erdkabel. So sagte der stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende Andreas Jung dem „Handelsblatt“, es stünden „20 Milliarden Euro Unterschied […] im Raum.“ 

Ein weiterer Vorteil für eine Rückkehr zum früheren Standard: Freileitungen ließen sich schneller bauen und zudem günstiger unterhalten. „Wenn wir die Kosten der Energiewende nicht in den Griff bekommen, fliegt sie uns um die Ohren. Nur mit Kosteneffizienz sichern wir die Akzeptanz, und nur so wird sie nachhaltig.“ 

Die BNetzA hat den NEST-Prozess abgeschlossen.