Die Grundlagen für den Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft in Deutschland sind seit letzter Woche gelegt: Anfang der Woche reichten die Gasfernleitungs-Netzbetreiber ihren Antrag für den Bau des Wasserstoff-Kernnetzes bei der Bundesnetzagentur ein. Mitte der Woche dann beschloss das Kabinett die Wasserstoff-Importstrategie.
Laut Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck setze der Bund insbesondere „mit der Importstrategie für Wasserstoff […] einen klaren Rahmen für die Zukunft: Wir schaffen Investitionssicherheit für die Wasserstoffproduktion in Partnerländern, den Aufbau notwendiger Importinfrastruktur und für die deutsche Industrie als Abnehmer.“
Ein Großteil des Wasserstoffbedarfs werde mittel- bis langfristig durch Einfuhren aus dem Ausland gedeckt werden müssen.
Die Bundesregierung geht von einem nationalen Bedarf an Wasserstoff und dessen Folgeprodukten – beispielsweise Ammoniak und Methanol – in Höhe von 95 bis 130 Terawattstunden im Jahr 2030 aus. Dabei müssten voraussichtlich rund 50 bis 70 Prozent, also 45 bis 90 Terawattstunden, importiert werden.