Anfang 2025 sollen 3,5 Milliarden Euro an den Bund fließen. Das Geld stammt vom Erdgasversorger Uniper. Es ist eine erste Rückzahlungstranche der vom Bund in der Energiekrise überwiesenen Rettungssumme.
Laut Uniper-Finanzvorständin Jutta Dönges handle sich um eine „Rückzahlung an die Steuerzahler“. Der Bund erhält damit knapp 26 Prozent der bis Ende 2022 als Rettungsschirm bereitgestellten 13,5 Milliarden Euro.
Möglich wird diese Rückzahlung auch, weil Uniper nach dem Schiedsgerichtsurteil aus Stockholm im Juni langfristige Lieferverträge mit Gazprom kündigen konnte. Offen ist hier indes, ob Uniper den ebenfalls in diesem Zusammenhang zugesprochenen Schadensersatz in Höhe von 13 Milliarden Euro vom russischen Staatskonzern tatsächlich erhält.
Den Gesamtkomplex der langjährigen Lieferbeziehungen bezeichnete auch Uniper-Chef Michael Lewis als „hochkomplex und sehr sensibel“. Hier komme hinzu, dass es ein russisches Gerichtsurteil gibt, dass Gazprom eine milliardenschwere Strafzahlung von Uniper zuspricht.