EU weiterhin größter russischer Brennstoffhandelspartner

vom 16.08.2024

Auch im Jahr drei des Ukrainekrieges importiert die EU beachtliche Mengen fossiler Brennstoffe aus Russland. Nach neuesten Schätzungen des finnischen Forschungsinstituts Center for Research on Energy and Clean Air (CREA) hat Russland damit seit Beginn des Ukrainekrieges 725 Milliarden Euro erzielt.

Der EU-Anteil beträgt hier rund 200 Milliarden Euro: 108 Milliarden Euro für Erdöl, 88 Milliarden Euro für Erdgas und etwa 4 Milliarden Euro für Kohle. Die EU sei damit der größte Importeur russischer Brennstoffe gewesen, gefolgt von China (193 Milliarden Euro), Indien (101 Milliarden Euro) und der Türkei (79 Milliarden Euro).

Im EU-Ländervergleich habe Deutschland mit 29 Milliarden Euro am meisten gezahlt, gefolgt von Italien und den Niederlanden (jeweils 19 Milliarden Euro), Ungarn (17 Milliarden Euro) sowie Frankreich und Belgien (jeweils rund 15 Milliarden Euro).

Seit Ende März indes seien die täglichen Einfuhren russischer fossiler Brennstoffe in die EU kontinuierlich zurückgegangen und hätten sich im Vergleich zum Wert vor dem russischen Einmarsch mehr als halbiert. Damit bleibt die EU aber weiterhin der größte Importeur russischer fossiler Brennstoffe, knapp vor China. 

Die Förderung fossiler Energierohstoffe steht vor einer Verdopplung.