Thüringen zählt zu den am stärksten vom Klimawandel betroffenen Regionen in Deutschland. Dieser führte hier bisher zu einer Temperaturerhöhung von 1,7 Grad Celsius gegenüber dem vorindustriellen Niveau. Eine der Konsequenzen des Temperaturanstiegs: die Zunahme heißer Tage über 35 Grad Celsius.
Wie der Thüringer Klimarat, der das thüringische Umwelt- und Energieministerium berät, anführt, hätte sich etwa in Jena die Anzahl dieser extrem heißen Tage mehr als vervierfacht. In Meiningen im Thüringer Wald habe es in der aktuellen Klimaperiode erstmals überhaupt solche Tage seit der systematischen Wetteraufzeichnung gegeben.
Thüringen habe eine wettbewerbsfähige und innovationsfreudige Wirtschaft und Forschung. Das Land besitze keine eigenen fossilen Energiequellen, zeichne sich aber zusammen mit Sachsen durch die höchste Sonneneinstrahlung in Ostdeutschland aus, die für mehr Photovoltaik genutzt werden könne.
„Der Weg zur Klimaneutralität ist in Thüringen einfacher und schneller zu bewältigen als in anderen Regionen, und die wirtschaftlichen Perspektiven der thüringischen Wirtschaft sind damit besser als anderswo“. Dieser Standortvorteil ließe sich durch finanzielle und strukturelle Innovationsanreize verstärken.