Deutschland bei Windkraftausbau in Europa führend

vom 12.09.2024

Der europäische Dachverband Wind Europe hat seinen Report zu den Entwicklungen der Windenergie in Europa im ersten Halbjahr 2024 vorgestellt. Deutschland führt demnach beim Ausbau vor allen anderen europäischen Staaten.

Deutschland als europäischer Kernmarkt sei dabei laut BWE-Geschäftsführer Wolfram Axthelm mit hoher Vitalität zurück. „Der stabile Zuwachs bei den Neugenehmigungen für Windenergieanlagen und steigende Zuschläge in den Ausschreibungen bringen Deutschland auf einen Rekordkurs“. Wenn die Ausschreibungsrunde im November von der Bundesnetzagentur nicht gekürzt werde und die Beteiligung hoch ausfalle, seien in diesem Jahr noch Zuschläge in einem Volumen von rund 10.000 Megawatt erreichbar.

Insgesamt wurde im ersten Halbjahr 2024 europaweit ein Volumen von 6.400 Megawatt neu in Betrieb genommen. Mit insgesamt 1.700 Megawatt an Neuinstallationen onshore und offshore untermauerte Deutschland demnach seine Position als Spitzenreiter und Kernmarkt in Europa. Der deutsche Anteil an den europaweiten Neuinstallationen liegt bei 27 Prozent.

Europaweit wurden insgesamt 19.700 Megawatt an Volumen in Ausschreibungen bezuschlagt. Bei den Zuschlägen liegt Deutschland mit 6.600 Megawatt auf dem ersten Platz und stellt rund 90 Prozent der Zuschläge im Bereich onshore. 

Der Flaschenhals beim Zubau habe sich in Europa von den Genehmigungsprozessen hin zur Netzverfügbarkeit verschoben. Deutschland wird dabei besonders positiv hervorgehoben für seine konsequente Umsetzung der neuen EU-Vorgaben zur Genehmigung. 

Deutschland baut schnell wie kaum ein anderes europäisches Land Windkraft zu.