Uniper: Bund präferiert Privatisierung durch Börsengang

vom 20.09.2024

Ende 2022 hat der Bund den im Zuge der Gaskrise heftig strauchelnden Erdgashändler Uniper verstaatlicht. Eine der Auflagen der EU, damit diese staatliche Intervention erlaubt wurde, war die Reprivatisierung nach Ende der Krise. Nun bereitet der Bund diese vor. Dabei bevorzugt er dem Vernehmen nach einen (erneuten) Börsengang.

Wie das Bundesfinanzministerium mitteilte, sei eine Veräußerung über den Kapitalmarkt die „zentrale Handlungsoption des Bundes“. Noch hält selbiger 99 Prozent der Uniper-Anteile.
 
Die EU hatte einen Abbau der Beteiligung bis auf maximal ein Viertel plus eine Aktie bis spätestens 2028 zur Bedingung für die Erlaubnis der Übernahme gemacht. Aktuell prüft der Bund, sicherlich auch vor dem Hintergrund des auf Kante genähten Bundeshaushalts, seine Optionen.

Laut dem Bundesfinanzministerium sei „bislang […] noch keine finale Entscheidung über Zeitpunkt und Form einer möglichen Transaktion getroffen worden“. 

Die BNetzA hat eine wichtige Entscheidung bezüglich Rückstellungen bei Gasnetz-Stilllegungen getroffen.