Die weltweite Energiewende schreitet aktuell wieder gut voran. Darauf weist die Internationale Energieagentur (IEA) in ihrem kürzlich veröffentlichten Renewables 2024-Report hin.
Demnach wird zwischen dem laufenden Jahr als Ankerpunkt und dem Jahr 2030 wohl weltweit eine kumulierte Leistung erneuerbarer Energien von 5,5 Terawatt neu installiert. Betrachtet man die vorangehende Periode von 2017 bis 2023 bedeutet das eine Verdreifachung des Zubaus.
Allein das laufende Jahr kommt wohl auf einen Leistungszubau von 670 Gigawatt. Die IEA stützt sich bei ihrer Prognose auf aktuelle Markttrends und politische Ziele weltweit.
Treiber des Zubaus ist vor allem die Solarenergie. 80 Prozent des Zubaus entfällt, so die Analyse der IEA, auf dieses Segment. Doch auch die Windkraft wird voraussichtlich wieder zulegen; die IEA geht von einer Verdopplung des Zubaus bis 2030 aus.
Die Welt sei damit, so IEA-Exekutivdirektor Fatih Birol, auf einem guten Weg, dass erneuerbare Energien 2030 fast die Hälfte der globalen Stromerzeugung stemmen. Größter Treiber dieser Entwicklung ist und wird weiterhin die Volksrepublik China sein. Das Land wird wohl für 60 Prozent des weiteren Zubaus bis 2030 verantwortlich sein.
Aktuell liegt der EE-Anteil bei der Stromerzeugung in Kontinentalchina bei 44 Prozent. Zwar würden auch weiterhin Kohlekraftwerke für den steigenden Energiebedarf gebaut, den Peak an CO2-Emissionen könnte das Land aber schon wesentlich früher erreichen als die eigenen Planungen vorsehen – 2025 statt 2030.