Zum bereits vierten Mal in Folge wurde im Rahmen der Biomethan-Ausschreibung der Bundesnetzagentur kein einziges Gebot bezuschlagt. Das einzige eingereichte Gebot musste von der Ausschreibung ausgeschlossen werden.
Die Bioenergieverbände im Hauptstadtbüro Bioenergie (HBB) fordern nun, das im Sommer angekündigte Biomasse-Paket zügig auf den Weg zu bringen. Die HBB-Leiterin Sandra Rostek zeigte sich nicht überrascht: „Nun wurde schon zum vierten Mal kein einziges Gebot bezuschlagt, während die Ausschreibungen im Segment für Biogas- und Holzenergieanlagen mehrmals hintereinander mehrfach überzeichnet waren. Das Wirtschaftsministerium muss nun endlich die Kurve kriegen und noch dieses Jahr ein Biomasse-Paket vorlegen, wenn politisch nicht gewollt ist, die Bioenergiebranche in Deutschland einem rasant fortschreitenden Niedergang auszuliefern.“
Eine Kursänderung sei kein Hexenwerk: „Als erstes muss das Ausschreibungsvolumen im Segment für Biogas- und Holzenergieanlagen deutlich angehoben werden, damit wir die volkswirtschaftlich ruinöse Anlagenstilllegung großen Ausmaßes verhindern.“ Nur so könnten die Anlagen die Anforderungen an ein zukünftiges Strommarktdesign erfüllen – und das günstiger als durch den Neubau neuer Gaskraftwerke.