THG-Konzentration: Neues Hoch erreicht

vom 28.10.2024

Die Konzentration von Treibhausgasen in der Erdatmosphäre hat 2023 einen neuen Rekordstand erreicht. Wie aus einem Bericht der Weltmeteorologieorganisation (WMO) hervorgeht, reichere sich Kohlendioxid schneller denn je in der Erdatmosphäre an.

WMO-Chefin Celeste Saulo kommentierte lakonisch: „Ein weiteres Jahr, ein weiterer Rekord.“ Dies sollte die Alarmglocken bei den Entscheidungsträgern schrillen lassen.

Allein in den vergangenen zwei Jahrzehnten nahm die CO2-Konzentration laut WMO-Bericht um mehr als zehn Prozent zu. Wegen dessen langen Lebenszyklus sorgten diese bereits erfolgten Emissionen noch jahrzehntelang für einen Temperaturanstieg. „Wir sind eindeutig nicht auf Kurs, das Ziel des Paris-Abkommens zu erreichen“.

Die fortschreitende Erderwärmung geht laut WMO zu 64 Prozent auf den Ausstoß von Kohlendioxid zurück. Aber auch Methan und Lachgas sind bedeutende Treibhausgase. Seit dem vorindustriellen Zeitalter stieg die CO2-Konzentration um 51 Prozent, bei Methan um 165 Prozent und bei Lachgas um 25 Prozent.

Diese Werte seien „mehr als Statistik“. Jeder weitere Anstieg der Treibhausgaskonzentration und „jeder Bruchteil eines Grads“ der weiteren Erderwärmung habe „eine reale Auswirkung auf unser Leben und unseren Planeten“.

Eine Woche zuvor hatte das UN-Umweltprogramm (UNEP) darauf hingewiesen, dass 2023 weltweit 57,1 Gigatonnen Kohlendioxidäquivalente emittiert wurden. Das stellt einen neuen Rekord dar. Bereits im vergangenen Jahr war für den Anstieg von 2021 auf 2022 ein Rekordwert an Emissionen mit einem Zuwachs um 1,2 Prozent verzeichnet worden. Nun sei der Wert von 2022 auf 2023 noch einmal um 1,3 Prozent gestiegen.

Wie schon in den Vorjahren entstanden die meisten Emissionen mit einem Anteil von 26 Prozent im Energiesektor, gefolgt vom Bereich Transport mit 15 Prozent sowie Landwirtschaft und Industrie mit einem Anteil von jeweils 11 Prozent. 

Die USA wollen CO2 künftig als nicht mehr gefährlich einstufen.