Die deutschen Haushalte saßen im vergangenen Jahr im Schnitt 12,8 Minuten im Dunkeln: So lange kam es kumuliert zu Stromausfällen. Erstmals seit langem fällt diese Zahl wieder etwas höher aus: 2022 waren es noch 12,2 Minuten.
Wie die Bundesnetzagentur betont, sei die Qualität der Stromversorgung in Deutschland aber weiterhin auf „sehr hohem Niveau“. Die Energiewende komme voran, „ohne dass die sichere Versorgung beeinträchtigt wird“.
Die BNetzA erfasst Meldungen sämtlicher Versorgungsunterbrechungen ab einer Länge von drei Minuten und errechnet daraus einen Durchschnittswert je angeschlossenem Endverbraucher.
Für das vergangene Jahr gingen von 852 Netzbetreibern insgesamt 158.360 Meldungen ein, 1115 mehr als im Vorjahr.
Die Zahlen für das vergangene Jahr weisen laut Bundesnetzagentur „auch unter Berücksichtigung der Maßnahmen der Energiewende keine negativen Tendenzen in Bezug auf die Langzeitunterbrechungen auf“. Der derzeitige Wert liege auf dem Niveau des zehnjährigen Mittels von 12,7 Minuten. Ein Vergleich mit den Nachbarländern zeige, dass das deutsche Stromnetz im europäischen Vergleich „nach wie vor zu den zuverlässigsten zählt“.