Wasserstoff: Produktion soll günstiger werden

vom 20.11.2024

Großprojekte im Bereich Batteriespeicher und Elektrolyse sollen günstiger werden: Die Bundesnetzagentur (BNetzA) will deshalb die sogenannten Baukostenzuschüsse reformieren. Diese dürfen Stromnetzbetreiber einstreichen, wenn sie neue Speicher, Elektrolyseure oder auch Fabriken an das Netz anschließen.

Künftig sollen die Übertragungsnetzbetreiber nach dem Willen der BNetzA Abstufungen vornehmen, wenn sie Baukostenzuschüsse erheben. Dafür schlägt die Behörde fünf Stufen vor; diese richten sich danach, wie sinnvoll das jeweilige Projekt für das Stromnetz ist.

Nach den BNetzA-Plänen könnten die Baukostenzuschüsse für Elektrolyseure in Regionen mit vielen erneuerbaren Energien künftig sinken. Das gäbe Betreibern von Elektrolyseuren oder auch Batteriespeichern einen Anreiz, sich genau dort anzusiedeln. 

Die BNetzA rechnet vor, dass ein Projekt mit einer Leistung von 600 Megawatt bei voller Belastung einen Baukostenzuschuss von etwa 60 Millionen Euro zahlen müsste. Künftig soll diese Summe auf dann etwa zwölf Millionen Euro sinken.

Laut BNetzA-Chef Klaus Müller verursache der Netzausbau Kosten. Grundsätzlich sei es deshalb wichtig, bewusst und sparsam mit Anschlusskapazitäten umzugehen. Die geplanten neuen Regeln sollen nicht für Projekte gelten, die noch in diesem oder im kommenden Jahr abgeschlossen werden. 

Das Wasserstoffkernnetz nimmt Reservierungen entgegen.