2024 als Klima-Krisenjahr

vom 10.01.2025

Das Jahr 2024 kann durchaus als Krisenjahr im Kontext der Bemühungen um eine Begrenzung des Klimawandels bezeichnet werden. Nicht nur, dass dem Jahr die „Ehre“ zukommt, als erstes Jahr seit Messbeginn im Schnitt über 1,5 Grad wärmer als im vorindustriellen Mittel gewesen zu sein. Zugleich war es auch das wärmste je gemessene Jahr. Darauf weist der Klimawandeldienst des EU-Programms Copernicus hin. 

Neueste Daten zeigen sogar, dass 2024 um 1,6 Grad wärmer als die geschätzte Mitteltemperatur von 1850 bis 1900 gewesen ist. Zugleich war die zurückliegende Dekade die wärmste seit Beginn der Aufzeichnungen. 

Die Einschätzung von Copernicus wird sowohl von der Weltwetterorganisation (WMO) wie auch der US-Raumfahrtbehörde Nasa und der US-Wetterbehörde NOAA gestützt, auch wenn diese im Detail auf geringfügig andere Werte kommen.

UN-Generalsekretär António Guterres zufolge sei „noch Zeit, die schlimmste Klimakatastrophe zu verhindern“. Aber Politiker müssten jetzt in Aktion treten.

Kurz zuvor war bekannt geworden, dass Deutschland nach Berechnungen der Denkfabrik Agora Energiewende sein selbstgestecktes Klimaziel im Jahr 2024 erreicht. Allerdings gibt es dabei einen Wermutstropfen: Die ambitionierteren europäischen Vorgaben verfehlt Deutschland nämlich. Grund seien fehlende Fortschritte in den Bereichen Gebäude und Verkehr. 

Der Klimawandel wurde vor allem von fünf Konzernen angetrieben.