Das zurückliegende Jahr war ein gutes für die Photovoltaik in Deutschland. Nicht nur wurde zum zweiten Mal in Folge die Marke von einer Million neuinstallierter Solaranlagen gerissen, sondern auch eine neue Rekordleistung installiert.
Wie das Internationale Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR) nach einer ersten Auswertung der Zahlen des Marktstammdatenregisters mitteilt, wurde eine Neu-PV-Leistung von mehr als 16.000 Megawatt in Betrieb genommen. In den letzten drei Jahren gingen damit Solaranlagen mit einer kumulierten Leistung von rund 40.000 Megawatt in Betrieb – laut IWR fast so viel wie im gesamten Jahreszeitraum zwischen 2011 und 2021.
Die Gesamtleistung aller installierten Solaranlagen in Deutschland kratzt damit zu Ende 2024 an der 100-Gigawatt-Marke (99.200 Megawatt). Wegen zu erwartender Nachmeldungen kann die PV-Gesamtleistung noch näher an diese Marke heranrücken.
Der in Paragraph 4 des EEG 2023 festgeschriebene Ausbaupfad sieht für 2024 eine PV-Gesamtleistung von 88 Gigawatt vor. Das nächste Ziel sind 128 Gigawatt für das Jahr 2026.
Vor allem der Trend zu kleinen Balkonkraftwerken hält weiterhin deutlich an. Im zurückliegenden Jahr stieg die Zahl der gemeldeten Balkonkraftwerke um 41 Prozent auf über 430.000. Auch im klassischen Privatkundensegment (Leistung zwischen 2 und 30 Kilowattpeak) wurden 2024 rund 575.000 Anlagen mit einer kumulierten Leistung von fast 6,1 Gigawatt zugebaut.
Auch bei den PV-Großanlagen (ab 5 Megawatt) tat sich einiges: Rund 370 Solarkraftwerke (2023: etwa 270) mit einer Gesamtleistung von 5,1 Gigawatt (2023: rund 3,4 Gigawatt) gingen ans Netz.
Um das deutsche Ausbauziel von 80 Prozent Anteil an erneuerbaren Energien im Stromsektor für 2030 zu erreichen, soll die Solarleistung nach den Planungen der Bundesregierung auf 215 Gigawatt steigen.