Das Jahr startete für viele Haushalte beim Blick auf die Strom- und Gaspreise erfreulich: Die Mehrheit der Grundversorger senkte im Januar die Preise. Im Durchschnitt zahlen Stromkunden mit 36 Cent je Kilowattstunde etwa 0,3 Prozent mehr als vor Jahresfrist. Die Preise für Gas lagen durchschnittlich bei 14 Cent je Kilowattstunde und sanken damit um 0,5 Prozent.
Insgesamt müssen sich Haushalte in diesem Jahr eher auf steigende Preise einstellen. Zum einen ziehen die Netzentgelte regional deutlich an. Außerdem stieg zum Jahresbeginn der CO2-Preis von 45 auf 55 Euro je Tonne. Im kommenden Jahr wird dieser nochmals auf 65 Euro je Tonne steigen, um ab 2027 in einen EU-weiten Handel mit CO2-Zertifikaten überführt zu werden. Prognosen gehen dabei für 2030 von Preisen zwischen 45 und 340 Euro aus.
Durch einen Tarifwechsel gibt es für Haushaltskunden noch großes Sparpotenzial. Dennoch, darauf weist die Bundesnetzagentur hin, bezieht etwa ein Viertel der Stromkunden und knapp ein Fünftel der Gasverbraucher seine Energie weiterhin über die Grundversorgung.
Eine noch junge Möglichkeit sind dynamische Tarife. Eine Studie im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverbands zeigte kürzlich, dass vor allem Haushalte mit hohem Stromverbrauch in fast allen Szenarien mit einem dynamischen Stromtarif günstiger fahren als mit einem Festpreistarif.