Fast die Hälfte des Stroms in der EU stammt aus erneuerbarer Energie. Das geht aus einem Bericht der Denkfabrik Ember hervor. Danach lag der Anteil regenerativer Quellen am EU-Strommix bei 47,5 Prozent.
Für 11,1 Prozent des Stroms (304 Terawattstunden) stand 2024 EU-weit die Solarenergie – ein Zuwachs von 21,7 Prozent zum Vorjahr. 17,4 Prozent oder 477 Terawattstunden steuerte Windkraft bei. Wasserkraft deckte 13,2 Prozent (362 Terawattstunden), Biomasse 5,5 Prozent (150 Terawattstunden) des EU-Strombedarfs.
Durch den Rückgriff auf erneuerbare Energien konnte die EU seit 2019 Importe fossiler Brennstoffe für die Stromerzeugung im Wert von umgerechnet rund 58,6 Milliarden Euro vermeiden.
Die Atomkraft hatte 2024 einen Anteil von 23,7 Prozent (649 Terawattstunden), fossile Energieträger standen für 28,9 Prozent (793 Terawattstunden) des Strommixes. Am bedeutendsten bei den fossilen Energieträgern war Erdgas mit einem Anteil von 15,7 Prozent (430 Terawattstunden). Während der Anteil der Atomkraft leicht zulegte, sank die Bedeutung der fossilen Energieträger deutlich (minus 8,6 Prozent).
Laut Chris Rosslowe, Senior Energy Analyst bei Ember, verlören „fossile Brennstoffe […] ihren Einfluss auf die Energieversorgung der EU“. Beim Start des europäischen Green Deals im Jahr 2019 hätten nur wenige gedacht, dass die Energiewende in der EU so weit fortgeschritten sein könnte.
Für den Bericht analysierten die Autoren Daten zur Stromerzeugung und -nachfrage in allen 27 EU-Ländern. In Deutschland lag der Anteil erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung im Dezember 2024 bei 56 Prozent.