Teurerer Strom ohne Windkraft

vom 23.02.2025

Im Durchschnitt 7,9 Cent pro Kilowattstunde betrug der Börsenstrompreis 2024. Das ist ein weiterer Rückgang gegenüber den Vorjahren. Einen wesentlichen Anteil daran tragen die erneuerbaren Energien. Über 62 Prozent der Nettostromerzeugung stammte im vergangenen Jahr aus regenerativen Quellen.

Ohne Strom aus den Onshore-Windkraftanlagen wäre der Börsenstrompreis indes deutlich höher: Die installierte Leistung von Windkraft an Land betrug bis Ende letzten Jahres rund 63,5 Gigawatt. Das ist ein Anteil von 24,5 Prozent an der gesamten Leistung zur Stromproduktion in Deutschland. Im Jahresschnitt wäre der Börsenstrompreis ohne diese Kapazität mit 11,8 Cent je Kilowattstunde 50 Prozent höher gewesen. 

Darauf macht das Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) aufmerksam. Die Zahl errechnet sich aus der Annahme, dass für die Onshore-Windkraft Braun- und Steinkohle sowie Gas hätten einspringen müssen. 

Die FÖS-Fachleute analysierten daneben, welche Kosten ein Abriss aller Windräder, wie von AfD-Spizenkandidatin Alice Weidel im Wahlkampf insinuiert, verursachen würde. In diesem Fall müssten Entschädigungen gezahlt werden, die sich aus den Vergütungen, die den Betreibern innerhalb von 20 Jahren zustehen würden, speisen. Das FÖS kommt dabei auf eine potenzielle Entschädigungssumme von rund 64 Milliarden Euro.

Ausgehend von Berechnungen des Umweltbundesamtes, wonach durch die Nutzung der Windkraft – im Vergleich zu fossilen Brennstoffen – 107 Millionen Tonnen CO2 jährlich vermieden werden, spart diese jährlich 32 Milliarden Euro im Jahr an Kosten für Umweltschäden.