Der Bundesverband Wärmepumpe (BWP) erwartet von der neuen Bundesregierung stabile politische Rahmenbedingungen für die Technologie. Wie BWP-Geschäftsführer Martin Sabel bei einem Pressegespräch sagte, wollten Hersteller und das Handwerk auf keinen Fall eine „Rolle rückwärts“. Der BWP adressiert hier die Kampagne gegen die Novelle des Gebäudeenergiegesetzes („Heizungshammer“), der sich auch weite Teile der Unionsparteien angeschlossen hatten.
Sabel zufolge brauche die Branche vor allem „Stabilität in der Gesetzgebung“. Wenn alles so bleibe, könne sich in diesem Jahr der Wärmepumpenabsatz zumindest erholen.
Zentraler Anker- und Angelpunkt dabei stelle die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) dar. Sie sei eines der „wirkungsvollsten Klimainstrumente im Gebäudesektor“. Die aktuelle Fördersystematik mit Zuschüssen und Boni habe sich grundsätzlich bewährt. Es sei zwar ein kompliziertes System, aber ein etabliertes, auf das sich alle Akteure eingestellt hätten.
Der BWP erwarte darüber hinaus, dass sich sowohl die Unionsparteien wie die SPD an ihre Wahlkampfforderung erinnerten, für eine sehr starke Absenkung der Strompreise zu agieren – „wir erwarten, dass sie hier jetzt auch zügig tragfähige Vereinbarungen vorlegen“. Auch eine Reform der Netzentgelte sei dringend nötig.
Bei fortbestehendem Förrderumfeld geht der BWP von einen Zubau an Wärmepumpen im laufenden Jahr von etwa 260.000 Einheiten aus. Dies wäre ein Plus von mehr als 30 Prozent. Im kommenden Jahr könnte sich der Wärmepumpenabsatz dann sogar auf etwa 350.000 Geräte erhöhen.
Im vergangenen Jahr setzte die Branche 193.000 Wärmepumpen ab. Dabei entfiel der größte Anteil auf Luft-Wasser-Wärmepumpen.