Die dänische Regierung und eine breite Koalition von Parteien wollen die Wasserstoffproduktion und -verteilung voranbringen. So soll unter anderem auch das Potenzial der dänischen Offshore-Windressourcen voll ausgeschöpft werden.
Als Starthilfe für die Wasserstoffproduktion stellt der dänische Staat ein Darlehen in Höhe von fast einer Milliarde Euro sowie Betriebskostenzuschüsse von bis zu rund 1,1 Milliarden Euro bereit, um den Bau der Wasserstoffpipeline „Syvtal“ („Ziffer Sieben“) von Esbjerg bis zur deutschen Grenze zu unterstützen.
Wie der dänische Energieminister Lars Aagaard sagte, müsse der Stein ins Rollen gebracht werden, wenn es um Wasserstoff geht. „Der Markt kann es derzeit nicht alleine stemmen, und dieses Hindernis wollen wir beseitigen. […] Grüner Wasserstoff kann die dänische Produktion von grünem Strom unterstützen, die CO2-Emissionen senken und die Versorgungssicherheit in Europa stärken.“
Momentan liegt der Fokus auf dem ersten Teil der Pipeline. Gleichzeitig steht für alle Beteiligten fest: Die Ambition für ein vollständiges jütländisches Wasserstoffnetz gebe man nicht auf. Dieses Netz soll neben der „Syvtal“ auch eine Strecke nach Norden bis Lille Torup und eine Strecke nach Osten bis Fredericia umfassen.