Solar: Fünf Millionen Anlagen am Netz

vom 13.04.2025

Der Zubau von PV-Anlagen in Deutschland boomt weiterhin. Bei der Bundesnetzagentur waren Ende März über fünf Millionen PV-Anlagen registriert. Laut dem Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) ist das ein „Meilenstein der Energiewende“. 

Wie BSW-Solar-Hauptgeschäftsführer Carsten Körnig konstatiert, erfreue sich „[k]eine andere Stromerzeugungsform […] in der Bevölkerung einer so großen Beliebtheit“. Mittlerweile seien kumuliert rund 104 Gigawatt Solarstromleistung installiert: „Rund 38 Prozent davon auf Dächern von Eigenheimen, rund 29 Prozent auf Firmendächern, 32 Prozent auf Freiflächen und knapp ein Prozent an Balkonen.“ Im vergangenen Jahr seien allein rund 17 Gigawatt hinzugekommen. 

Mittlerweile deckten Solaranlagen knapp 15 Prozent des heimischen Strombedarfs.

Körnig würdigte auch die Bedeutung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes. Es sei die „Initialzündung zur Verbreitung der Solarenergie“ und ein „entscheidender Marktöffner“ gewesen. Binnen einer Generation sei aus einer teuren Satellitentechnik die günstigste Form der Stromerzeugung auf Erden geworden. „Aus unmündigen Stromkunden wurden millionenfach solare Prosumer, die ihre Energieerzeugung zunehmend selbst in die Hand nehmen.“ 

Der größte Teil der über fünf Millionen Anlagen entfällt laut Marktstammdatenregister auf sogenannte bauliche Anlagen auf Dächern, Fassaden, Gebäuden und ähnlichem. Gut 4,1 Millionen von ihnen sind in Betrieb. Zusammen kommen sie auf eine Bruttoleistung von gut 71 Gigawatt.

Auf Rang zwei folgen Balkonkraftwerke mit 870.000; diese erbringen kumuliert aber nur 0,8 Gigawatt. An Freiflächenanlagen gibt es aktuell gut 19.000; sie erbringen kumuliert eine Leistung von 31,5 Gigawatt. Weitere 95 Anlagen sind auf Großparkplätzen installiert und 27 auf Gewässern. Zusammen steuern sie 0,06 Gigawatt Leistung bei. 

Wirkt eine Solarpflicht positiv oder nicht?