Die Europäische Union will sich für einen niedrigeren Preisdeckel auf russisches Öl aussprechen. Das sagt EU-Wirtschaftskommissar Valdis Dombrovskis vor Journalisten. Laut Dombrovski soll das beim anstehenden G7-Finanzministertreffen in Kanada erfolgen und könnte Teil eines neuen Sanktionspaketes gegen Russland werden.
Derzeit liegt die Obergrenze westlicher Staaten, beschlossen 2022 im Zuge des Ukraine-Krieges, bei 60 US-Dollar je Barrell. Laut Insidern strebt die EU eine Absenkung auf 50 US-Dollar je Barrell an.
Weiterhin wollen die EU-Mitglieder der G7 vorschlagen, dass das Nord-Stream-Betreiberkonsortium sanktioniert werden soll. Demnach sollen eine Wiederaufnahme des Betriebs der vier Pipelinestränge oder Investitionen in das Unternehmen verhindert werden. Konkrete Auswirkungen hätte diese Maßnahme im Moment allerdings nicht. Es handelt sich eher um ein politisches Signal, dass sich Europa dauerhaft bei der Energieversorgung von Russland unabhängig machen will.