Die Zahl an Stunden mit negativen Strompreisen hat eine neue Rekordmarke genommen: Bis einschließlich Mai traten an insgesamt 248 Stunden Preise von unter null Euro pro Megawattstunde auf. Das geht aus der Auswertung von Daten der Internetplattform Energy Charts durch das Handelsblatt hervor.
In den vergangenen Jahren lag die Anzahl solcher Stunden deutlich niedriger, den bisherigen Rekord hielt das Jahr 2020 mit 204 Stunden. Im zurückliegenden Jahr traten negative Preise zwischen Januar und Mai insgesamt an 160 Stunden auf.
Laut dem Strommarktexperten Bruno Burger vom Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE habe der Strompreis im Mai mit etwas über sechs Cent pro Kilowattstunde das Niveau erreicht, das vor der Energiekrise üblich war.
Der Bund geht davon aus, dass er im Jahr 2025 rund 17 Milliarden Euro für EEG-Vergütungen ausgeben wird. Im Vorjahr waren nur rund zehn Milliarden Euro veranschlagt worden – allerdings wurden tatsächlich bis zum Jahresende 18,5 Milliarden Euro nötig.