Klimaschutz begünstigt Wirtschaftswachstum

vom 11.06.2025

Klimaschutz wird derzeit vielfach vor allem als Kostenfaktor betrachtet. Und als solcher sei er schädlich für die Wirtschaft, speziell ihre Entfaltung. Doch das ist ein Irrtum, wie eine OECD-Studie für das UN-Entwicklungsprogramm zeigt. Demnach fällt das Wirtschaftswachstum langfristig betrachtet umso höher aus, je besser Klimaschutz ausgestaltet ist. Denn gerade in der zweiten Jahrhunderthälfte würden Schäden, die mit einem geringeren Anstieg der Erdtemperatur milder ausfielen, positiv zu Buche schlagen.

Die Autoren der Studie haben zwei Szenarien verglichen. Im ersten würde die Weltgemeinschaft so weitermachen wie bisher, d.h. bereits beschlossene Klimaschutzvorhaben umsetzen. Die globalen Treibhausgasemissionen würden dann bis 2040 um 7 Prozent sinken im Vergleich zu 2022. Die durchschnittliche Temperatur würde so im Vergleich zur vorindustriellen Zeit bis zum Ende des Jahrhunderts um 2,45 Grad steigen.

Im zweiten Szenario bliebe der Temperatur-Anstieg bei 1,7 Grad. Die THG-Emissionen würden damit bis 2040 um 34 Prozent sinken.

Die weltweite Wirtschaftsleistung läge im zweiten Szenario bis 2040 um 0,2 Prozent über jener im ersten; bis 2050 läge die Differenz bei 3 Prozent und bis 2100 bei 13 Prozent. 

Doch trotz der berechneten positiven Effekte gibt es natürlich auch beim Klimaschutz Gewinner und Verlierer. Die Studienautoren schlagen deshalb eine gezielte Unterstützung ärmerer und benachteiligter Haushalte vor.