Die derzeit Europa im Griff haltende Hitzewelle hat das vor kurzem erst ins Amt gewählte Oberhaupt der katholischen Kirche auf den Plan gerufen. Papst Leo XIV. hat in diesem Kontext vor den Folgen des Klimawandels gewarnt.
In einem Schreiben anlässlich eines von der katholischen Kirche ausgerufenen Gebetstags zur Bewahrung der Schöpfung heißt es: „Extreme Naturereignisse, die durch den vom Menschen verursachten Klimawandel hervorgerufen werden, nehmen an Intensität und Häufigkeit zu, ganz zu schweigen von den mittel- und langfristigen Auswirkungen der menschlichen und ökologischen Verwüstung durch bewaffnete Konflikte“. In verschiedenen Teilen der Welt sei es mittlerweile offensichtlich, „dass unsere Erde im Verfall begriffen ist.“
Dem Papst zufolge führten überall Ungerechtigkeit, die Verletzung des Völkerrechts und der Rechte der Völker, die Gier und die daraus resultierende Ungleichheit zu Entwaldung, Umweltverschmutzung und Verlust der Biodiversität. Die mittel- und langfristigen Auswirkungen der „ökologischen Verwüstungen“ würden nicht ausreichend berücksichtigt.
Leo XIV. setzt damit die Linie seines Vorgängers Franziskus fort, der mit der Umwelt-Enzyklika „Laudato si’“ von 2015 den Klimawandel und seine Folgen als besorgniserregend auch aus Sicht gläubiger Katholiken einstufte.
Leo XIV., bürgerlich Robert Francis Prevost, ist seit dem 8. Mai 2025 der 267. Papst der katholischen Kirche. Er ist zugleich der erste US-Amerikaner, der dieses Amt bekleidet. Nach Angaben des Heiligen Stuhls ist derzeit noch offen, ob der Papst am Weltklimagipfel Ende des Jahres in Brasilien teilnehmen wird.