Die Wärmeversorgung in Deutschland ist derzeit zu 18 Prozent erneuerbar. Und bei den regenerativen Wärmequellen ist Bioenergie mit 80 Prozent der Hauptträger. Weitere Quellen sind Erd- und Umweltwärme mittels Wärmepumpen (14,9 Prozent) sowie Solarthermie (4,4 Prozent).
Diese Zahlen stammen von der Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien-Statistik (AGEE-Stat) beim Umweltbundesamt (UBA). Aus fester Biomasse, insbesondere Scheitholz, Holzpellets und Holzhackschnitzel, kommt der Löwenanteil der Bioenergie, der privat, von Kommunen oder in Betrieben zur Wärmeerzeugung genutzt wird.
In großen Biomasseanlagen werden dabei bis zu 87 Prozent Altholz und Restholz für die Erzeugung von Strom und Prozess- sowie Fernwärme verwendet. Ähnlich sieht es in den Bereichen Gewerbe, Handel und Dienstleistungen sowie bei Kommunen aus.
In privaten Haushalten liegt der Anteil von Holzsortimenten aus Kaskadennutzung bei rund 50 Prozent. Waldholz, meist als Scheitholz aus eigenem Waldbesitz oder eigenständig in Kommunal- und Landeswald gewonnen, wird hier vor allem in Kamin- und Kachelöfen sowie Scheitholzvergasern genutzt. Mit Holzpellets wird zunehmend jedoch ein Produkt eingesetzt, das besonders effizientes und emissionsarmes Heizen mit Holz ermöglicht.
Ein Kritikpunkt bei der Holzverfeuerung sind die entstehenden Emissionen: Feinstaubemissionen in Deutschland sind seit Jahrzehnten stetig rückläufig und so auch die Emissionen aus den Holzfeuerungen.
In der Fernwärme steigt der Anteil erneuerbarer Wärme langsam, aber stetig. Im Schnitt betrug 2024 der Erneuerbaren-Anteil in der Fernwärme knapp 22 Prozent. Vor zehn Jahren lag er noch bei 13,5 Prozent.
Der Einsatz von Biogas, Biomethan und Klärgas für erneuerbare Wärme hat an Bedeutung gewonnen. Zudem wird biogener Abfall z. B. in städtischen Müllheizkraftwerken zur Energieerzeugung genutzt. Der Einsatz von flüssigen Biobrennstoffen, etwa als Bioheizöl, hat dagegen eine vergleichsweise geringe Bedeutung.