Die „Scharfschaltung“ des CO2-Grenzausgleichs birgt viele Probleme und finanzielle Risiken. Davon sind zahlreiche Unternehmen überzeugt, die noch viele ungeklärte Fragen sehen. Vor allem befürchten sie nun enorme Kostenrisiken.
So kritisiert etwa der Prokurist des Frankfurter Aluminiumhändlers ETF Group, Rainer Rohloff, im „Handelsblatt“: „Wir stehen als mittelständisches Unternehmen vor Kostenrisiken, die leicht mehrere Hunderttausend Euro ausmachen können.“ Das sei eine Zumutung.
Die EU-Kommission bestehe darauf, den CO2-Grenzausgleich einzuführen, obwohl ganz wesentliche Bedingungen ungeklärt seien. Das führe zu enormen Unsicherheiten.
Hinter dem CO2-Grenzausgleich steht das Prinzip, dass Importeure einen Aufschlag auf Produkte zahlen, die sie aus dem Nicht-EU-Ausland in die EU einführen. Damit soll sichergestellt werden, dass europäische Hersteller nicht benachteiligt werden. Denn sie haben CO2-Kosten zu tragen, insbesondere durch das europäische Emissionshandelssystem.
Der CO2-Grenzausgleich soll diesen Wettbewerbsnachteil ausgleichen und außereuropäische Produzenten dazu motivieren, ihre Emissionen zu senken.