Energiewende I: Kommission übergibt Monitoringbericht

vom 10.12.2025

Die unabhängige Expertenkommission zum Energiewende-Monitoring hat ihren Bericht zum Stand der Energiewende übergeben. Das Monitoring soll die Umsetzung von Maßnahmen zur Energiewende, insbesondere zur Erreichung der 2030er-Zielwerte, unabhängig prüfen. Dabei soll vor allem eine sichere, wirtschaftliche und bezahlbare sowie umweltverträgliche Energieversorgung Zielwert sein. 

Der verantwortliche Wirtschaftsstaatssekretär Frank Wetzel würdigte die Rolle der Expertenkommission „als wichtiger Impulsgeber für eine belastbare und transparente Debatte“. Die Expertenkommission benenne Herausforderungen, etwa die zu hohen Systemkosten, die die Effizienz der Energiewende minderten. „Damit die Energiewende gelingt, müssen Verlässlichkeit, Versorgungssicherheit, Bezahlbarkeit und Kostentragfähigkeit des Energiesystems für unseren Wirtschaftsstandort ins Zentrum rücken.“

Vorsitzender der Kommission ist der Energieexperte Prof. Andreas Löschel, als weitere Mitglieder fungieren die Wirtschafsweise Prof. Veronika Grimm, Prof. Anke Weidlich vom Institut für Nachhaltige Technische Systeme der Universität Freiburg und Dr. Felix Matthes, Forschungskoordinator im Bereich Energie- und Klimaschutz beim Öko-Institut.

Die Kommission sieht drei zentrale Handlungsfelder, die in den kommenden Jahren politisch stärker in den Fokus rücken sollten:

  • Das Marktdesign sollte an die Anforderungen eines Stromsystems angepasst werden, das bereits zu mehr als 50 Prozent auf erneuerbaren Energien basiert. Hierbei spielten Preissignale, die Anreize für einen effizienten Systembetrieb bieten, eine zentrale Rolle.
  • Strategien für die stofflichen Energieträger seien von zentraler Bedeutung. Für Wasserstoff gehe es darum, wie der Hochlauf gestaltet wird, während bei Erdgas und Mineralöl die Nachfrage absehbar zurückgehe.
  • Maßnahmen zur Förderung der Energiewende sollten konsistent, effizient und aufeinander abgestimmt sein, um die Phase hin zur Klimaneutralität erfolgreich zu gestalten. Unnötige und kontraproduktive Maßnahmen sollten zurückgefahren werden. 

Angesichts der stark unterschiedlichen Standortbedingungen für die Stromerzeugung in Deutschland sind nach Ansicht der Kommission regional differenzierte Börsenstrompreise eine zentrale Voraussetzung für einen effizienten Anlagenbetrieb und rationale Investitionsentscheidungen. Zahlreiche potenziell erforderliche Fördermaßnahmen können ihre steuernde Wirkung nur dann vollständig entfalten, wenn regional variierende Erlöse die tatsächlichen wirtschaftlichen Knappheiten angemessen widerspiegeln und entsprechende Investitionsanreize setzen.

Zum Bericht der Expertenkommission 

Die unabhängigen Experten haben ihr Energiewende-Monitoring beendet.