Energieverbrauch: Interesse an Flexibilisierung wächst

vom 31.12.2025

Das Interesse an einem flexiblen Stromverbrauch bzw. entsprechenden Tarifmodellen wächst. Viele Haushalte planen ab diesem Jahr konkrete Anpassungen ihres Nutzungsverhaltens. Das geht aus einer Civey-Umfrage im Auftrag des Energieversorgers E.ON hervor. 

Rund 40 Prozent der Befragten bewerten danach Flexibilität im Stromverbrauch als künftig von hoher Relevanz. Mehr als ein Drittel stuft das Thema sogar als eines der zentralen energiewirtschaftlichen Felder für das Jahr 2026 ein.

Dabei war der bewusstere Umgang mit Strom bereits bislang für viele Menschen wichtig. 27 Prozent der Befragten gaben an, zuletzt konkret Energie gespart zu haben. Gut 13 Prozent setzen dafür auf effizientere Geräte. Und fast jeder Zehnte sagt, seit Jahresbeginn auf einen flexibleren Stromverbrauch zu bestimmten Zeiten geachtet zu haben. 

Hierbei haben 20 Prozent der Befragten wahrgenommen, dass das Thema flexibler Stromverbrauch 2025 in der öffentlichen Diskussion präsenter war als zuvor.

Nach Angaben von E.ON spiegelt die Umfrage einen Stimmungswandel wider. Dynamische Tarife haben an Sichtbarkeit gewonnen, parallel dazu entwickeln Energieversorger Modelle, die finanzielle Anreize für die zeitliche Verschiebung von Stromverbräuchen setzen. Laut Martin Endress, CCO bei E.ON Energie Deutschland, komme Flexibilität immer stärker in den Köpfen der Menschen an. 

Für das kommende Jahr plant fast ein Viertel der Befragten, den eigenen Stromverbrauch flexibler zu gestalten. Dabei stehen klassische Haushaltsgeräte im Vordergrund. Waschmaschinen nennen 45 Prozent als potenziell steuerbare Anwendung, Geschirrspüler folgen mit 38 Prozent.

Technische Energielösungen spielen ebenfalls eine Rolle, wenn auch auf niedrigerem Niveau: Batteriespeicher erreichen 17 Prozent, Elektroautos 15 Prozent und Wärmepumpen 13 Prozent.

Das Interesse an flexiblem Energieverbrauch wächst.