Amprion: Energie weiterhin zu teuer

vom 20.04.2024

Amprion, einer der vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber, will bis 2028 rund 27,5 Milliarden Euro in den Ausbau und die Ertüchtigung seines Netzes investieren. Bereits im Geschäftsjahr 2023 habe Amprion die Rekordsumme von rund drei Milliarden Euro und damit mehr als doppelt so viel wie 2022 investiert. Im laufenden Jahr sollen rund 3,9 Milliarden Euro in den Netzausbau fließen.

Amprion-Geschäftsführer Hans-Jürgen Brick zufolge zeigten die gesetzlichen Maßnahmen zur Beschleunigung des Netzausbaus Wirkung. „Wir kommen in die Umsetzung und werden zentrale Projekte früher fertigstellen“.

Dennoch gefallen dem ÜNB Amprion die Rahmenbedingungen der deutschen Energiewende und des Netzausbaus nicht so recht. „Energie ist in Deutschland weiterhin zu teuer. Die Balance zwischen Klimaschutz, Versorgungssicherheit und Bezahlbarkeit ist verloren gegangen“.

Ein Lösungansatz aus Sicht von Amprion-Chef Brick: Die bundesweiten Kosten für das Engpassmanagement sollten aus den Netzentgelten herausgelöst werden. „Diese Transformationskosten könnten aus Erlösen des Klima- und Transformationsfonds finanziert werden. Das würde die Netzentgelte fast halbieren sowie Wirtschaft und Verbraucher schnell und unbürokratisch entlasten.“

Auch für die beteiligten Unternehmen müssten die Bedingungen des weiteren Netzausbaus verbessert werden. „Wir brauchen einen regulatorischen Rahmen, der mit den ehrgeizigen Zielen der Energiewende Schritt hält“. Dazu zähle auch ein „international wettbewerbsfähiger Eigenkapitalzinssatz in Höhe von 7,5 Prozent vor Steuern für sämtliche Investitionen“. 

Die BNetzA hat den NEST-Prozess abgeschlossen.