Atomerbe: Endlager erst deutlich später

vom 06.08.2024

Die Suche nach einem Endlager für hochradioaktiven Müll wird sich ohne Plananpassungen um Jahrzehnte verzögern. Das im Standortauswahl-Gesetz angepeilte Jahr 2031 sei so keinesfalls zu erreichen. So steht es im Bericht Unterstützung des BASE bei der Prozessanalyse des Standortauswahlverfahrens (PaSta). Dieser wurde vom Öko-Institut erstellt. 

Danach müsse „[s]elbst bei einem idealen Projektablauf“ damit gerechnet werden, dass das Verfahren „erst im Jahr 2074 abgeschlossen werden kann.“ Ein solch glatter Verlauf sei aber nicht zu erwarten.

Bereits 2022 hatte das federführende Bundesumweltministerium aufgrund einer anderen Studie eingeräumt, das Datum 2031 sei wohl nicht zu halten. Damals wurde in der Untersuchung das Datum 2046 genannt.

Das Endlager für hochradioaktiven Abfall sollte eigentlich ab 2050 in Betrieb gehen. Bislang lagert dieser in Zwischenlagern, deren Genehmigungen aber vor 2050 auslaufen.

Ein Sprecher des Bundesumweltministeriums sagte, erklärtes Ziel des Ministeriums seien weitere Optimierungen. Die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) werde Ende 2027 Standortregionen vorschlagen, die in die nähere Auswahl kommen. Dies sei der richtige Zeitpunkt, weitere Beschleunigungen zu regeln. „Besonders bei der dann nach 2027 folgenden ober- und untertägigen Erkundung können große Zeiten eingespart werden.“