Als wichtiges Netzwerkelement agieren innerhalb der ASEW mehr als zwei Dutzend thematische Arbeitskreise. Diese befassen sich regelmäßig auch mit Themen, die das gesamte Netzwerk betreffen.
Diesmal im Fokus: der Arbeitskreis Klimaschutz.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer diskutierten unter anderen über das Mitarbeiteranreizsystem zweier Energieversorger. Beide Unternehmen haben dies in das jährlich erfolgende Mitarbeitergespräch integriert. Dabei fließen viele durchaus subjektive Bewertungskriterien ein, die auf einer Skala von 1 bis 10 „benotet“ werden. Eine Prämienauszahlung ist an die Unterschreitung einer bestimmten Punktzahl geknüpft. Kategorien sind hier unter anderem Kundenorientierung, soziales Verhalten sowie kosten- und umweltbewusstes Verhalten (auch Ressourcen-Bewusstsein). Anwendung findet das Anreizsystem bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Vor der Einführung wurde jeweils der Betriebsrat konsultiert und die Belegschaft in einer Betriebsversammlung informiert.
Der Arbeitskreis diskutierte die Idee anschließend durchaus kontrovers. Ein Diskussionspunkt war das Ausrollen beginnend bei der Führungsebene. Als Herausforderungen gesehen wurden die Quantifizierbarkeit, die Subjektivität der Beurteilung und die allgemeine Komplexität. Einigkeit bestand darin, dass ein Stadtwerk auch Möglichkeiten besitzen müsse, das klimabewusste Verhalten zu fördern, etwa durch eine Prämie, die über den Tarifvertrag hinausgeht.
Grundsätzlich gab es sehr viele Ideen, wo und wie man selbst tätig werden könne. Das reichte von einer deutlich vegetarischen Ausrichtung der Betriebskantine über die Nutzung von generalüberholten Handys als Diensttelefone bis zu subventionierten Jobrädern. Als Idee kam auch auf, Extra-Urlaubstage zu gewähren, wenn jemand besonders klimafreundlich reise oder für diejenigen, die sich ehrenamtlich betätigen.
Bei Fragen zum Thema oder dem Arbeitskreis wenden Sie sich gerne an Kara Hoffmann.