In den kommenden Jahren müssen alle deutschen Kommunen eine Wärmeplanung erstellen. Stichtag ist hier spätestens Juni 2028. Der Freistaat Bayern will seine Kommunen dabei unterstützen und setzt auf interkommunale Konzepte.
Wie der bayerische Wirtschafts- und Energieminister Hubert Aiwanger sagte, soll das Verfahren „so unkompliziert wie möglich“ gestaltet werden. Dazu sollen gezielt Spielräume zur Vereinfachung ausgeschöpft und Synergieeffekte genutzt werden. Ein Instrument dabei soll laut dem Minister die gemeinschaftliche Erstellung gemeindeübergreifender Wärmepläne sein. So ließen sich Wärmepotenziale auch über Gemeindegrenzen hinweg nutzen.
Aus dem bayerischen Wirtschaftsministerium heißt es dazu, dass sich einheimische Energiepotenziale, beispielsweise die in und um München verbreitete Tiefengeothermie, so überhaupt erst wirtschaftlich erschließen oder zumindest effizient nutzen ließen. Wirtschaftsminister Aiwanger: „Gleichzeitig wird die Planungsaufgabe auf mehrere Schultern verteilt, was vor allem für die vielen kleineren Gemeinden eine Erleichterung schafft“.
Laut Aiwanger sei der Zusammenschluss einzelner Gemeinden zu „Planungskonvois“ eine sinnvolle vorbereitende Maßnahme für die Wärmeplanung. Es sei aber oft schwierig, die nötigen energiefachlichen Informationen über die Gemeindegrenze hinaus zu erhalten. „Andererseits stellt genau dies eine entscheidende Grundlage für die Bildung von Planungskonvois dar.“
Zur Behebung dieses Informationsdefizits will das bayerische Wirtschaftsministerium Kurz-Gutachten zur Planung eines geeigneten Konvois „mit bis zu 80 Prozent der Kosten fördern“. So bekämen die Kommunen eine qualifizierte Entscheidungsgrundlage, ob und in welcher Kulisse ein Zusammenschluss empfehlenswert sei.