In der Woche nach Ostern können wieder Anträge auf Förderung für Neubauten hoher Effizienzhausstandards eingericht werden. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) gab grünes Licht für die neue Förderrichtlinie der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG). Diese war Anfang des Jahres wegen ausgeschöpfter Mittel kurzfristig ausgesetzt worden. Der angepasste Programmabschnitt ist nun mittelmäßig begrenzt: Die Förderung läuft Ende des Jahres aus, insgesamt steht zudem nur eine Milliarde Euro bereit.
Laut Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck sei mit einem raschen Aufbrauchen der verfügbaren Mittel zu rechnen. „Um dennoch möglichst vielen Antragstellern eine Förderung zu ermöglichen, haben wir die Fördersätze reduziert. Auch die Förderbedingungen ändern wir: Wir beenden unter anderem einen Anachronismus und fördern künftig nicht mehr den Einbau von Gasheizungen. Das ist politisch allemal angezeigt“.
Zunächst startet am 20. April die Förderung von Neubaumaßnahmen, die den Effizienzhaus-Standard EH-40 erfüllen. Sobald die Mittel hier ausgeschöpft sind, ist in einem zweiten Schritt eine weitere Förderung, allerdings mit anspruchsvolleren Konditionen, vorgesehen. So erfolgt eine Förderung dann nur noch in Verbindung mit dem Qualitätssiegel für nachhaltiges Bauen (QNG). Als dritter Schritt folgt ab 2023 ein komplett neues, umfassendes Förderprogramm mit dem Titel „Klimafreundliches Bauen“. Dabei sollen insbesondere die Treibhausgas-Emissionen im Lebenszyklus der Gebäude stärker in den Fokus rücken.
Einen Blick auf das Fördergrogramm und seine Möglichkeiten werden wir am 26. April gemeinsam mit dem Öko-Zentrum NRW im exklusiv für ASEW-Mitglieder konzipierten Web-Seminar „BEG EM Update“. Schwerpunkt bildet hierbei die Förderung für Heizungstausch und Fernwärmeanschlüsse. Ebenfalls Ende April werfen wir dann einen näheren Blick auf die neukonzipierte Förderung. Den genauen Termin geben wir gerne bekannt, sobald dieser steht.