bmp greengas: Zahlen aus dem Netzwerk

vom 17.07.2023

Das Vorgehen des Biomethanhändlers bmp greengas rund um sein Schutzschirmverfahren beschäftigt die Stadtwerke weiterhin. Nach wie vor haben eine größere Zahl der Betroffenen den Änderungsvertrag nicht akzeptiert und verhandeln derzeit teilweise nach.

Vor knapp zwei Wochen bündelten wir das im Netzwerk vorhandene Wissen und brachten betroffene Stadtwerke zu einem Erfahrungsaustausch zusammen. Im Nachgang führten wir unter den Teilnehmern des Erfahrungsaustauschs eine Kurzumfrage durch. Die Ergebnisse sind nicht repräsentativ, die Stichprobe gibt aber Trends im Kontext der derzeit geführten Diskussionen wider.

Die meisten der ursprünglich geschlossenen Lieferverträge sind langfristiger Natur: 60 Prozent laufen bis mindestens 2026, ein Fünftel auch bis 2028 oder sogar länger.

Die Verwendung im Stadtwerkekontext ist ziemlich eindeutig: Rund 70 Prozent nutzen das gelieferte Biomethan in EEG2009- oder EEG2012-Anlagen.

Hinsichtlich der nun zu realisierenden Schadenssummen prognostizieren die Stadtwerke unterschiedlich und mit einer weiten Spanne: Diese reicht von einem niedrigen, fünfstelligen Betrag bis zu Summen von anderthalb Millionen Euro pro Jahr. Auch die Gesamtschadenssumme reicht von mittleren, fünfstelligen Summen bis zu rund fünf Millionen Euro.

Hilfe haben zumindest 40 Prozent der Befragten gesucht: Die Energieverbände waren hier erste Ansprechpartner.