BNetzA: Transparenz für Gas-Lage

vom 25.11.2022

Die Bundesnetzagentur zeigt seit einiger Zeit schon die Füllstände der Gasspeicher. Dies soll helfen, den Schweregrad der Gas-Krise einzuschätzen. Das soll nun noch deutlich besser gehen: Ab sofort veröffentlicht die BNetzA auf ihrer Webseite jeden Montag aktualisiert fünf wichtige Gas-Indikatoren, die den aktuellen Stand der Gas-Versorgung in Deutschland (und teilweise zumindest Europa) trasparent machen.

Laut dem BNetzA-Präsidenten Klaus Müller gehe es um eine Handreichung für Politik und Bevölkerung. „Wir machen transparent, ob eine Gasmangellage akut droht. Die Indikatoren geben uns eine schnelle Einschätzung und Prognose zur aktuellen Lage. Das kontinuierliche Monitoring ermöglicht es, rechtzeitig Maßnahmen zu ergreifen und gegenzusteuern“. Stand heute seien alle Indikatoren stabil.

Die BNetzA macht die Lage der Gasversorgung in Deutschland künftig anhand der folgenden fünf Indikatoren deutlich:

  • Temperaturprognose
  • Gasverbrauch temperaturbereinigt
  • Speicherfüllstände
  • Situation in den Nachbarländern
  • Beschaffung Regelenergie

Die Indikatoren seien Anhaltspunkte für die Lagebewertung im Rahmen des Notfallplans Gas. Eine Bewertung der Lage erfolge für jeden Indikator in den Stufen stabil, angespannt und kritisch. Die Indikatoren dienten als Anhaltspunkte für die Entstehung einer Gasmangellage und zur Ausrufung der Notfallstufe. Sie definierten jedoch nicht, wann die Notfallstufe ausgerufen werden soll. Die Indikatoren seien zudem nicht geeignet zur Identifikation lokaler Gasmangellagen.

Derzeit sinken die Speicherfüllstände aufgrund der kälteren Witterung wieder leicht. Dennoch liegt der Speicherfüllstand in Deutschland bei 98,95 Prozent. Der Füllstand des Speichers Rehden beträgt 93,77 Prozent. Der Gasverbrauch lag in der 46. Kalenderwoche (14. bis 20. November 2022) zwar unter dem durchschnittlichen Verbrauch der letzten vier Jahre. Allerdings war er gegenüber der Vorwoche um fast 28 Prozent höher. Die Temperaturen waren insgesamt 0,7 Grad kälter als in den Vorjahren.

Transparenz für die Gas-Lage