BNetzA: Vorbereitungen auf Gasengpässe laufen

vom 21.04.2022

Die Bundesnetzagentur (BNetzA) bereitet sich auf die Auswirkungen eines möglichen Gaslieferstopps durch bzw. ein Erdgasembargo des Westens gegen Russland vor. In einer Umfrage sammelt die BNetzA dafür Daten von Netzbetreibern und Großverbrauchern. Laut BNetzA-Präsident Klaus Müller bereite man sich „intensiv auf eine Lage vor, in der die Bundesnetzagentur Lieferreduzierungen von großen Gasverbrauchern verfügen muss. Gleichzeitig tun wir alles, damit diese Situation nicht eintritt“.

Aus den Antworten der Umfrageteilnehmerinnen und -teilnehmer soll aber keine feste Abschaltreihenfolge abgeleitet werden. Die Datenabfrage diene der Vorbereitung auf eine ab Mai geplante weitere Datenabfrage bei den deutschen Gas-Großverbrauchern ab einer Anschlusskapazität von zehn Megawattstunden pro Stunde. Im Krisenfall wäre es die Aufgabe der BNetzA, die dann knappen Gasmengen zu verteilen. Mit den Daten soll es möglich sein, die Folgen von Maßnahmen für die betroffenen Letztverbraucher und für die Gesellschaft bestmöglich einzuschätzen.  Die Daten sollen in einer sogenannten Sicherheitsplattform Gas zusammengeführt werden.

Noch zeichnet sich kein akuter Notfall ab. Wie aus dem täglichen Lagebericht der BNetzA hervorgeht, sei die Gasversorgung in Deutschland stabil. „Es sind keine Beeinträchtigungen der Gaslieferungen nach Deutschland zu verzeichnen.“ Die Füllstände der Gasspeicher seien mittlerweile deutlich höher als im Frühjahr 2018 und 2021.

Die BNetzA bereitet sich auf Gasengpässe vor