Brauchen Energieversorger Solidarität?

vom 28.12.2021

Die weiterhin hohen Einkaufspreise für Erdgas und Strom setzen der Energiewirtschaft zu. Das Bundeswirtschaftsministerium betont zwar, dass Erdgas- wie Stromversorgung in Deutschland weiterhin sicher seien. Dennoch will man sich wohl nicht der Untätigkeit schimpfen lassen. Laut energate nämlich arbeitet das Haus von Robert Habeck am Konzept für eine Solidaritätsplattform. Diese soll helfen, bestehende Instrumente der Krisenvorsorge kontinuierlich weiterzuentwickeln.

Im Kerrn geht es dabei wohl darum, die Versorgung der Privathaushalte zu sichern. Dafür soll unter anderem auch eine Prioritätenliste erstellt werden, welche Industriebetriebe im Falle eines Engpasses als erste auf den Rohstoff Erdgas verzichten müssen. Dabei kann man an Erfahrungen anknüpfen, die Baden-Württemberg im Jahr 2012 gemacht hat. Damals wurde die Produktion von Industrieunternehmen gedrosselt, um im Gegenzug die Gasheizungen der Haushalte weiterlaufen lassen zu können.

Wie das BMWi auf einer Pressekonferenz nach den Weihnachtsfeiertagen erklärte, gebe es aktuell keine Versorgungsengpässe. Die Bundesregierung beobachte aber ebenso wie die Bundesnetzagentur die Lage genau.

Die Strompreise bleiben trotz Wegfall der EEG-Umlage hoch