Bund gibt Uniper-Kontrolle wieder ab

vom 29.07.2024

Seit gut zwei Jahren kontrolliert der Bund nach einer Notfall-Verstaatlichung den Gasversorger Uniper Deutschland. Jetzt arbeitet die Bundesregierung an einer erneuten Privatisierung des Unternehmens – womit sie einer seinerzeitigen Forderung der EU nachkommt.

Bis 2028 muss sich die Bundesrepublik auf einen Anteil von höchstens 25 Prozent plus einer Aktie am Unternehmen beschränken; aktuell hält der Bund 99,12 Prozent der Anteile.

Laut einem Bericht von Bloomberg hat das Bundesfinanzministerium UBS und Roland Berger beauftragt, die Details eines erneuten Verkaufs von Uniper auszuarbeiten. Laut dem „Manager-Magazin“ plant der Bund ein erstes Aktienpaket bereits zwischen Ostern und Sommer 2025 auf den Markt zu werfen.

Auch wenn die Verstaatlichung seinerzeit als Notfall erfolgte, gilt der Verkauf der staatlichen Uniper-Anteile an der Börse mittlerweile wieder als gute Option. Das Unternehmen konnte sich unter staatlichem Schutz erneut zurück in die Gewinnzone arbeiten. 

Offenbar gibt es aktuell noch einige Unstimmigkeiten zum Verkauf zwischen dem Bundesfinanz- und dem -wirtschaftsministerium. Während ersteres sich von allen Uniper-Anteilen trennen will, will man im BMWK offenbar langsamer vorgehen. 

Die BNetzA hat eine wichtige Entscheidung bezüglich Rückstellungen bei Gasnetz-Stilllegungen getroffen.