Bund stockt Mittel für Gebäudesanierung deutlich auf

vom 23.09.2021

11,5 Milliarden Euro mehr in diesem Jahr: Diese Summe hat die Bundesregierung beschlossen. Damit soll die energetische Gebäudesanierung gefördert werden. Laut Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier handele es sich um eine „nie da gewesene Rekordsumme[…] und gut angelegtes Geld für Klimaschutz und für Arbeitsplätze.“ Das Förderprogramm sei erfolgreich, werde von „Häuslebauer[n]“ genutzt. Bis Mitte September seien bereits 10,6 Milliarden Euro Fördergelder bewilligt worden.

Für 2021 rechnet die Bundesregierung mit bewilligter Förderung im Umfang von „über 15 Milliarden Euro, vielleicht mit bis zu 18 Milliarden Euro“. Auch der soziale Wohnungsbau soll profitieren: Für 2022 steht eine Milliarde Euro zusätzlich bereit, um energetisch hochwertige Sozialwohnungen zu bauen oder bestehende Sozialwohnungen energetisch zu sanieren. Diese und weitere Maßnahmen sollen explizit dazu dienen, die 2020 entstandene „Ziellücke im Gebäudebereich“ zu schließen.

Der getroffene Kabinettsbeschluss beinhaltet die „Sicherstellung eines Neuzusagevolumens für Förderanträge“ in Höhe von insgesamt 11,5 Milliarden Euro in 2021. Davon hat der Haushaltsausschuss bereits im Juni 5,8 Milliarden Euro bereitgestellt. Die Förderanträge können im Rahmen der Bundesförderung für energieeffiziente Gebäude (BEG) gestellt werden. Weitere Maßnahmen sind die Überprüfung des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) auf das Jahr 2022 vorzuziehen und Neubaustandards anzuheben.

Die Bundesregierung setzt damit nach eigenen Worten den Nachsteuerungsmechanismus des Bundes-Klimaschutzgesetzes um. Der Expertenrat für Klimafragen hatte im April bestätigt, dass im Gebäudesektor die festgelegten Jahresemissionsmenge 2020 um zwei Millionen Tonnen CO2-Äquivalente überschritten wurde.

Insgesamt war die Bündelung verschiedener Einzelansätze in der neuen Bundesförderung Effiziente Gebäude (BEG) erfolgreich. Die Zahl der Anträge stieg von 326.000 in 2019 auf 600.000 in 2020. Auch bei der Sanierung von Heizsystemen stieg die Förderantragszahl: 76.000 waren es 2019, 280.000 dann bereits 2020. Das zugesagte Fördermittelvolumen stieg von 2019 1,82 Milliarden auf 8,56 Milliarden Euro in 2020. Der Bund ist besonders stolz auf den Impuls für die Wirtschaft: Allein durch die Förderung für energieeffizientes Bauen und Sanieren wurden 2020 laut KfW-Reporting rund 83 Milliarden Euro Investitionen ausgelöst und damit 900.000 Arbeitsplätze für ein Jahr gesichert.

Im laufenden Jahr hat sich die zugesagte Fördersumme nochmals erhöht: Bis Mitte September wurden in allen Gebäudeförderprogrammen des Bundeswirtschaftsministeriums ein kumuliertes Fördervolumen von 10,6 Milliarden Euro bewilligt.

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