CO2-Preis: Kommt die Erhöhung?

vom 06.07.2023

Seit Anfang 2021 werden fossile Brennstoffe in Deutschland mit einem CO2-Preis belegt. In der Energiekrise wurden bereits beschlossene Erhöhungschritte ausgesetzt bzw. verschoben. Nun soll der Preis aber zum 1. Januar 2024 wohl doch stärker steigen als ausgemacht. Die Koalitionsfraktionen hätten sich darüber im Rahmen der Haushaltsberatungen geeinigt. So berichtet es exklusiv das digitale Medienhaus Table.Media. 

Demnach soll der Preis nicht wie geplant von 30 auf 35 Euro je Tonne steigen, sondern wie ursprünglich vorgesehen auf 45 Euro je Tonne. Dieser Erhöhungsschritt war eigentlich auf 2025 verschoben worden.

Zwar dementierte Bundesfinanzminister Christian Lindner, dass es zum CO2-Preis einen entsprechenden Beschluss gebe. Allerdings zeigt ein Blick in den Bundeshaushalt 2024, dass die Bundesregierung eine Erhöhung des CO2-Preises in der Tat vorsieht. Dem Entwurf ist zu entnehmen, dass die Regierung „die Änderung der Zertifikatepreise ab 2024“ beschließen wolle. Dies wäre nur dann nötig, wenn der Preis über 35 Euro hinaus erhöht werden würde.

Wenn diese Erhöhung tatsächlich durchgesetzt würde, würde ein Liter Benzin nach Berechnungen des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ um rund 3,6 Cent, ein Liter Diesel um etwa 4 Cent und ein Liter Heizöl um etwa 5 Cent teurer werden. 

Das deutsche und das europäische CO2-Preisniveau sollen sich annähern.